Fünf Mal wurde Hans Carossa in den Jahren von 1942 bis 1955 für den Nobelpreis vergeblich vorgeschlagen – ein Zeichen gegen Deutschland. Dabei war er aber im Dritten Reich ein „Innerer Emigrant“; im Roman „Ungleiche Welten“ (1951) legte er seine Reflexion über das Dritte Reich und dessen Unheil vor – das war seine gelungene Vergangenheitsbewältigung, die viele Deutsche scheuten.
Sein Werk bezeugt den hohen Rang der neuklassischen Dichtkunst, sein Privatleben wurde durch einige Brüche geprägt. All das zeigen der Vortrag und ausgewählte Carossa-Texte.
Musikalische Untermalung: Patricia Wagner, Querflöte
